Anlässlich der zahlreichen Glatteisunfälle im Osten Deutschlands besteht die Möglichkeit des steuermindernden Abzugs von beruflich bedingten Unfallkosten

 ·         Die Kosten eines Unfalls, der auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, während einer Auswärtstätigkeit oder einer anderen betrieblichen Fahrt passiert, können steuermindernd geltend gemacht werden.

·         An dem Erfordernis der beruflich bedingten Fahrt fehle es dann, wenn sich der Unfall auf einer privat veranlassten Umwegstrecke ereignet. Auch Alkohol darf nicht im Spiel gewesen sein.

  • Absetzbare Kosten einer beruflich bedingten Unfallfahrt sind Reparaturkosten, Auslagen für die Selbstregulierung, die Selbstbeteiligung in der Kaskoversicherung, Schäden an privaten Gegenständen, Aufwendungen für Gutachter, Anwalt und Gericht sowie sonstige Auslagen, die im Zusammenhang mit dem Unfall anfallen.
  • Bei einem Totalschaden sowie bei einem Bagatellschaden, der nicht repariert wird, kann eine AfaA geltend gemacht werden. Die AfaA ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerisch fiktiv ermittelten Buchwert vor dem Unfall und dem Verkehrswert nach dem Unfall. Die für die Beseitigung des Schadens aufgewendeten Beträge können in der Steuererklärung angesetzt werden, die Versicherungsleistungen und andere Ersatzzahlungen sind gegenzurechnen.
  • Eine Aufteilung in einen privaten und beruflichen Anteil der Pkw-Nutzung wird nicht verlangt. Möglichweise wird der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 € schon allein durch diese absetzbaren Unfallkosten überschritten, sodass es nächstes Jahr bei der Steuererklärung zu einer Steuererstattung kommt.

Quelle: BDL, Pressemitteilung v. 22.1.2014